Österreichischer Städtebund



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Mobilität

Schlüssige Umweltverbund-Konzepte für Österreichs Städte

Etwa 65 Prozent der Bevölkerung und 71 Prozent der Arbeitsplätze befinden sich in Österreichs Ballungsräumen. Bis zum Jahr 2030 werden die Kernstädte weiter stark wachsen – und somit der Verkehr in und vor allem um die Städte.

Die daraus entstehenden Probleme wie etwa Stau, Lärm und Abgase führen nicht nur dazu, dass die vorhandene Straßeninfrastruktur nicht mehr ausreicht und der Verkehr schon vor den Stadttoren zum Erliegen kommt sondern auch zu erheblichen finanziellen Restriktionen. Die dadurch entstehenden externen Kosten (z.B. Staukosten durch Zeitverlust) werden der Allgemeinheit angelastet und beeinflussen die Standortqualität negativ. Speziell in den Städten ist die Situation verschärft: Etwa 50% des in Österreich emittierten CO2 wird in den Städten produziert. Im Jahr 2006 stammten 23,3 Mio. t CO2-Äquivalent aus dem Sektor „Verkehr“, welcher somit für rd. 26% der Österreichischen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich ist. Dieser Anteil stieg seit 1990 um mehr als 83%. 

Die Städte stehen daher vor der dringlichen Aufgabe, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und den Verkehr weiter in Richtung umweltfreundlicher Verkehrsmittel zu ver­lagern. Um den künftigen Anforderungen auch gerecht werden zu können hat der Österreichische Städtebund proaktiv einige Vorschläge erarbeitet: Die Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs sowie des Radverkehrs ist dabei ein zentraler Punkt - dazu ist allerdings eine Novellierung des Öffentlichen Personennah- und Regionalverkehrsgesetz (ÖPNRV-G) notwendig.

Bei Verhandlungen zum öffentlichen Verkehr müssen die Städte als Partner an den Tisch geholt werden, statt sie wie bisher an die Länder zu verweisen. Die Rolle der Städte als Aufgabenträger im Bereich der urbanen Mobilität soll stärker als bisher verankert werden. Um diese Verantwortung wahrnehmen zu können, müssen die Städte finanziell in die Lage versetzt werden, dieser ständig wachsenden Aufgabe effektiv begegnen zu können. Dazu sind zusätzliche finanzielle Mittel erforderlich.  

PolitikerInnen und FachbeamtInnen der Österreichischen Städte eruieren im Verkehrsausschuss des Österreichischen Städtebundes gemeinsam, welche Rahmenbedingungen zu adaptieren sind, um die Städte bei Ihren Aufgabe im Mobilitätsbereich bestmöglich zu unterstützen. Die Arbeit des Verkehrsausschusses funktioniert zielorientiert, unbürokratisch und über die Parteigrenzen hinweg.