Netzwerktreffen in Bregenz am 12. - 13. April 2018

Netzwerktreffen in Bregenz am 12. - 13. April 2018

71. Sitzung des Städtebund-Ausschusses Netzwerk Gesunde Städte Österreichs und Fachtagung "Kommunale Beiträge zur Kindergesundheit – Modelle aus Bregenz"

71. Sitzung des Städtebund-Ausschusses „Netzwerk Gesunde Städte Österreichs“

Protokoll: Gernot Antes und Lisa Hammer

ORT:      Feuerwehrhaus Bregenz,
Belruptstraße 4, 6900 Bregenz
 

SITZUNGSBEGINN: 12.4.2018 um 13:00

1. Begrüßung

Vzbgm.in Gerda Sandriesser eröffnet die Ausschusssitzung und StRin Annette Fritsch begrüßt die Gäste im Namen der Stadt Bregenz.

2. Projektvorschlag: Kommunaler Gesundheitsdialog

  • Die Projektidee stammt von Dr.in Veronika Wolschlager, MPH, die vor einigen Jahren für das Gesundheitsministerium den Kindergesundheitsdialog koordiniert hat.

  • Im Lenkungsausschuss des Netzwerks Gesunde Städte und im Gesundheitsziele - Plenum wurde das Projekt präsentiert und sehr positiv aufgenommen.

  • Das Projekt liegt als Skizze vor und die Detailplanung würde bei Zustimmung von 2 Städten erfolgen. 

  • Projekt wurde bisher mit Villach und Graz besprochen, aufgrund der relativ hohen Kosten kommen eher größere Städte in Frage

  • Weiteres Vorgehen: Für die Mitgliedsstädte ist die Information neu, Abklärung des Interesses intern und in Telefonat mit Koordinator kommunizieren.

3. Projekt WIR BEWEGEN WAS!

  • Das Projekt war bereits 2017 fertig geplant, eine Projektänderung war aufgrund weggefal- lener Unterstützung durch das Sportministerium notwendig.

  • Antrag wurde neu eingereicht; 2/3-Förderung durch FGÖ wird angestrebt, Entscheidung im Juni

  • Teilnehmende Städte: Villach, Klagenfurt, Wörgl

  • Projektbeginn: idealerweise 1. Oktober 2018

  • Kooperationsvereinbarungen wurden besprochen und werden unterzeichnet beim FGÖ nachgereicht

  • Bei der nächsten Netzwerktagung in Wörgl (15./16. Nov.) gibt es evtl. bereits erste

    Projektberichte

4 Bericht des Koordinators

4.1 Finanzbericht

  • aktueller Kontostand von € 20.355,24

  • Die meisten Mitgliedsbeiträge sind eingelangt, danke dafür. Beiträge in Höhe von €9.350,00 sind noch ausständig.

  • Weiterer Finanzbericht erfolgt in der Generalversammlung im Anschluss an die Ausschlusssitzung

4.2 Tätigkeitsbericht

  • •WHO Healthy Cities Netzwerk

    • Start der neuen Phase
    • 2018: Healthy Cities Konferenz in Belfast, 4-tägig, ca. 400 € Teilnahmegebühr (Aviso wurde per Mail ausgeschickt)
    • Deklaration wurde bereits im Vorfeld erstellt (siehe Unterlage „Gesündere und glücklichere Städte für alle“); beschreibt die inhaltliche Ausrichtung der neuen Phase
    • Anliegen/Punkte der Deklaration sollen von Städten im Rahmen des Möglichen operationalisiert werden
    • Im Vorfeld der Konferenz findet das 2,5-tägige National Coordinators Meeting in Antalya Ende April statt
    • Zum Kapitel „Places“ soll ein Tool erarbeitet werden; dazu wird eine 1-tägige Schulung stattfinden, wie anhand von Stadtspaziergängen Analysen zu städtischen Themen getätigt werden können.

  • Austausch mit dem Gesunde-Städte Netzwerk Deutschland 

    • Der Austausch mit dem Deutschen Netzwerk soll aufgenommen werden.
    • Gernot Antes wurde zur jährlichen Netzwerktagung in D eingeladen einen kurzen Beitrag zur Situation in Österreich zu präsentieren.
    • Eine Möglichkeit zum weiteren Austausch wäre eine „Exkusion“ nach Deutschland, für den Zweck besteht eine Einladung zu einem Treffen mit dem Sachverständigenrat des Deutschen Netzwerks, die ihr Programm zum Teil an unsere Bedürfnisse anpassen würden (z.B. Örtlichkeit eher im Süden). Das könnte statt einem Netzwerktreffen in Österreich geplant werden und käme Herbst 2020 in Frage.
    • Alternativ: 1-2 Personen vom dt. Netzwerk könnten zur Tagung nach Linz (Frühjahr 2019) eingeladen werden. Diese Variante ist zeitlich näher und einfacher zu organisie- ren. Antes wird dem deutschen Koordinator Hans Wolter diesen Vorschlag machen.

  • Bericht aus dem Gesundheitsziele – Plenum

    • Der Gesundheitsziele-Prozess soll auch unter der neuen Regierung weitergeführt werden.
    • Ernährung als BMASGK-Schwerpunkt im Rahmen der EU-Ratpräsidentschaft:

      • Policy brief in Bearbeitung: „Addressing co-benefits in the food system: What health can do for agriculture, environment and trade“
      • Intersektorale Fachkonferenz 22./23.11.2018: „Transfoming food systems – ad- ding value for better health in Europe“
      • Gesucht: national oder international bedeutsame Initiativen, die sich zum The- ma bzw. auf der Konferenz engagieren wollen

    • Anknüpfungspunkte aus dem Regierungsprogramm zu den Gesundheitszielen
    • Updates zu Strategie- und Maßnahmenkonzepten liegen vor: https://gesundheitsziele-oesterreich.at/links-publikationen-deutsch/

      • GZ 1 – Gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitsbedingungen,
      • GZ 2 - Gesundheitliche Chancengerechtigkeit,
      • GZ 6 – Gesundes Aufwachsen
      • GZ 3 – Gesundheitskompetenz: in Form von ÖPGK Jahresberichten

    • Mitwirkung an der AG zu Ziel 4 „Natürliche Lebensgrundlagen“: Ziele wurden formuliert, Maßnahmen- und Strategiebericht in Arbeit, das Einmeldung von Maßnahmen ist derzeit noch möglich.
    • AG zu Ziel 5: „Sozialer Zusammenhalt“ wird gegründet.

  • Bericht über Arbeitsgruppe „Spending Review Schulgesundheit“

    • AG vom Finanzministerium koordiniert, behandelt nur einen Teilbereich der Schulgesundheit, das Schularztwesen
    • Aktuell liegt der Bericht über den IST-Stand vor; nächster Schritt: Erarbeitung von Schlussfolgerungen und Empfehlungen
    • Die Position mit dem Gemeindebund geht auseinander, ein Treffen mit Gemeindebund zur Abstimmung ist geplant
    • Daten vom Schularztwesen sollen per Erlass des Gesundheitsministeriums verwertet werden könnenàdafür braucht es eine standardisierte Datenerhebung
    • Herausforderung: Schulärzte sind im Auftrag des Bildungswesens tätig; österreichweit ist das System der Schulärzte sehr heterogen, auch deren Bezahlung ist in jedem Bundesland/in jeder (Statutar-)Stadt unterschiedlich
    • Anliegen des Gemeindebundes ist es, die Schulärzte abzuschaffen – Möglichkeit, dies abzuwehren: auf Datenerhebung zu setzen, da es sich um ein wichtiges Asset handelt
    • Datenauswertung bring Nutzen für Volkswirtschaft 

  • Erhebung der Kosten für GEFÖ und Prävention

    • Wie bereits 2014 sollen auch heuer wieder die Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention erhoben werden.
    • Aufgrund der Vergeleichbarkeit wird die selbe Stichprobe verwendet: alle Gesunden Städte (Stand 2012) und eine Stichprobe von allen anderen Gemeinden.
    • Der Fragebogen wurde im Vorfeld diskutiert, Peter Mitterecker aus Schwechat war beratend dabei. Ergebnis: der Teil „Health in All Policies“ fällt weg, die Abgabefrist wurde verlängert und ein paar kleine Vereinfachungen wurden gemacht. Im Wesentlichen bleibt der Fragebogen aber gleich, damit die Vergleichbarkeit mit Vorjahren besteht.
    • Der Fragebogen wird elektronisch in den kommenden Wochen ausgesendet.

4.3 Nächste Netzwerktermine

  • Netzwerktagung in Wörgl am 14./15. November 2018

  • danach sind Treffen 2019 in Linz und Knittelfeld und 2020 in Graz „angemeldet“

  • International WHO – Healthy Cities Conference, 1. – 5- Oktobert 2018 in Belfast,

    Nordirland

4.4 Aktuelle Publikationen aus dem Gesundheitsbereich

WHO-Report: Towards More Physical Acvity in Cities

Transforming public spaces to promote physical actvity — a key contributor to achieving the Sustainable Development Goals in Europe www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0018/353043/2017_WHO_Report_FINAL_ WEB.pdf?ua=1

Weigl, Marion; Anzenberger, Judith; Grabenhofer-Eggerth, Alexander; Horvath, Ilonka; Schmutterer, Irene; Strizek, Julian; Tanios, Aida (2017): Bericht zur Drogensituation 2017. Gesundheit Österreich, Wien. www.bmgf.gv.at/home/Gesundheit/Drogen_Sucht/Drogen/Berichte_zur_Drogensitu ation_in_Oesterreich

Schmutterer I, Delcour J, Griebler R. (Hrsg.). Zivilisationskrankheit Diabetes: Ausprägungen – Lösungsansätze – Her- ausforderungen. Österreichischer Diabetesbericht, Update 2017. Wien: Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, 2017. goeg.at/sites/default/files/2018-01/diabetesbericht2017.pdf

Griebler, Robert; Winkler, Petra; Gaiswinkler, Sylvia; Delcour, Jennifer; Juraszovich, Brigitte; Nowotny, Monika; Pochobradsky, Elisabeth; Schleicher, Barbara; Schmutterer, Irene; (2017): Österreichischer Gesundheitsbericht 2016. Berichtszeitraum 2005–2014/2015. Wien, Bundesministerium für Gesundheit und Frauen www.bmgf.gv.at/home/Gesundheit/Gesundheitssystem_Qualitaetssicherung/Gesun dheitsberichte/

WHO (2017): Health economic assessment tool (HEAT) for walking and for cycling

Methods and user guide on physical activity, air pollution, injuries and carbon impact assessments www.euro.who.int/en/publications/abstracts/health-economic-assessment-tool- heat-for-walking-and-for-cycling.-methods-and-user-guide-on-physical-activity,-air- pollution,-injuries-and-carbon-impact-assessments-2017

Fischer S, Stanak M. Social Return on Investment: Outcomes, Methods and Economic Parameters. LBI-HTA Projektbericht Nr.: 96; 2017. Wien: Ludwig Boltzmann Institut für Health Technology Assessment. (enthält ausführliche deutschsprachige Zusammenfassung) eprints.hta.lbg.ac.at/1142/1/HTA-Projektbericht_Nr.96.pdf

Zitiervorschlag: Bodenwinkler, Andrea; Sax, Gabriele; Kerschbaum, Johann (2017): Länder- Zahnstatuserhebung 2016: Sechsjährige in Österreich. Zahnstatus sechsjähriger Kinder mit und ohne Migrationshintergrund. Gesundheit Österreich, Wien jasmin.goeg.at/300/1/Länder-Zahnstatuserhebung_2016_Final.pdf

Sportministerium (2017): LEITFADEN zur Durchführung der TÄGLICHEN BEWEGUNGS- UND SPORTEINHEIT an Schulen der 1.–9. Schulstufe
www.tbus.at/de/downloads

 

Fachtagung am Freitag, 13.4.2018:

Kommunale Beiträge zur Kindergesundheit – Modelle aus Bregenz

08:45   Eröffnung

09:00   Stillcafe - ein Projekt des Landeskrankenhauses Bregenz –
Frau Dr. Heidemarie Körber-Lemp und Herr Primar
Dr. Michael Rhode

09:50   „Gesund aufwachsen in Vorarlberg“ unterstützt die bio-psycho-soziale Gesundheit in Kindergärten und Volksschulen. Dabei wird der Fokus speziell auf die Förderung der Lebenskompetenzen von Kindern gelegt, um langfristig das Risiko Sucht, Gewalt und psychische Störungen zu minimieren - Frau Heidi Achhammer, BA

10:30   Pause

11:00   aks, Gesundheitsangebote für Gemeinden, Netzwerk Familie,
X-Team, Kinderzügle – Her Stephan Schirmer, MPH

11:40   Projekt Schulische Gesundheitskoordination -
Herr Lukas Rauth, BA  

 

 

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