Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit: Kooperation Städte – Kommunalnahe Medien läuft professionell

Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit: Kooperation Städte – Kommunalnahe Medien läuft professionell

Wehende Fahnen auf der Draubrücke, frühsommerliche Temperaturen, ein lichtdurchflutetes CongressCenter und ein herrliches Panorama der Umgebung Villachs – das alles prägte äußerlich die 10. Sitzung des Fachausschusses für Öffentlichkeitsarbeit in der Draustadt unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Peter KOITS und Wolfgang STEINBAUER. Sowohl Gastgeber Bürgermeister Helmut Manzenreiter als auch Dr. Pacher gaben einen konzisen Überblick über die Ziele und Hintergründe der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Villach. Professionelle Öffetlichkeitsarbeit ist auch in Villach Chefsache.

Öffentlichkeitsarbeit braucht klare Spielregeln
Während früher die Politik immer wieder in Konfliktsituationen mit einzelnen Printmedien geraten sei, etwa in Form von Kampagnen gegen Projekte, sei der Umgang heute von absoluter Professionalität geprägt, so Manzenreiter. Öffentlichkeitsarbeit braucht klare Spielregeln, die in Villach da wären:

1. Grundsätzlich ist bei Anfragen die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

2. Über Medienkontakt sind sowohl Bürgermeister und Magistratsdirektor als auch die zuständigen Referenten bzw. die Geschäftsgruppenleitung zu informieren. Die Mitarbeiter sind aber auch dazu angehalten, von sich auf medienrelevante Entwicklungen hinzuweisen.

Flaggschiff der Villacher Öffentlichkeitsarbeit ist „In Villach“ – das Mitteilungsblatt der Stadt Villach, dem die Villacher die beste Informationsqualität attestieren. Tages- und Wochenzeitungen können hier einfach nicht mithalten.

Erfolgsstory Regional-Zeitung in der Zeitung
Die Kleine Zeitung war in Kärnten und in der Steiermark die Vorreiterin für eine verstärkte Regionalberichterstattung in einem eigenen Blattteil. Eine derart dichte, 6mal die Woche auf 5 Druckseiten erscheinende Regionalberichterstattung ist einzigartig in Österreich, auch wenn etwa die Tiroler Tageszeitung oder die Oberösterreichischen Nachrichten in eigenen „Büchern“ der Tageszeitung Lokales und Kommunales zusammenfassen. Begonnen hat alles im März 1989 im Bezirk Osttirol, der mit 50.000 Einwohnern ein ideales Experimentierfeld darstellte. Was in und um Lienz funktionierte, wurde ab Anfang der neunziger Jahre in alle Kärntner Regionen (Oberkärnten, Villach, Mittelkärnten, Lavanttal, Völkermarkt, Klagenfurt) „exportiert“. Mit Erfolg: 18 fix angestellte bzw. pauschalierte Mitarbeiter sorgen - unterstützt von etwa 120 freien Mitarbeitern - für eine lückenlose Regional- und Kommunalberichterstattung. Seit Anfang 2002 ist zudem eine tägliche Seite Regionalsport hinzugekommen. Der hauptberufliche Lokalredakteur ist bei der Kleinen Zeitung alles in einer Person: Journalist, Layouter, Korrektor, Fotograf und im Bedarfsfall sogar Radioreporter. „Die Kooperation in den großen Städten läuft im Normalfall hervorragend, wenn es auch in einigen Kommunen in Kärnten durchaus noch ein paar ‚Medienautisten’ gibt“, meinte Habich mit einem leichten Schmunzeln.

Urheberrecht und Foto-Workshop
Nach einer eindrucksvollen Führung von Dr. Werner Koroschitz durch die Sonderausstellung „... heiß umfehdet, wild umstritten ...“, die insbesondere eine kritische Neubewertung der Geschichte Kärntens im Dritten Reich bzw. in den Anfangsjahren der Zweiten Republik nahelegte, konnten selbst jahrzehntelange PR-Profis noch den einen oder anderen guten Tip im Rahmen eines Foto-Workshops mit Mag. Klaus Leesemann gewinnen. Im Foto-Workshop wurden einerseits von Dr. Albrecht Haller die zentralen Grundlagen des österreichischen Urheberrechts dargestellt, andererseits versuchte Mag. Leesemann trotz des geringen Zeitbudgets möglichst praxisrelevante Hinweise für professionelles Fotografieren unter den verschiedensten Licht- bzw. Umgebungsbedingungen weiterzugeben. Ihm zur Seite stand dabei der Doyen der Kärntner Pressefotografen, Gerd Eggenberger aus Klagenfurt. An dieser Stelle möchte ich mich aber besonders beim ursprünglichen Initiator für die Beschäftigung mit der Thematik „Foto“, Bernhard Lechner, Leiter des Präsidialamtes der Stadt Krems a.d. Donau, herzlich bedanken.

Städtebund-Linktipps:
www.villach.at
www.meisterfoto.at
www.kleinezeitung.at/nachrichten/regionen

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