Fachausschuss für Friedhöfe und Feuerhallen - Neuer Vorsitz
Fachausschuss für Friedhöfe und Feuerhallen - Neuer Vorsitz
Die 13. Sitzung des Fachausschusses für Friedhöfe und Feuerhallen fand am 20. September 2004 in Wien statt. Auf Vorschlag des Österreichischen Städtebundes wurden Dipl.-Ing. Erhard RAUCH (Wien – MA 43) zum neuen Vorsitzenden sowie Dipl.-Ing. Helmut STEINER (Knittelfeld) zum neuen Stellvertreter des Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Vorsitzende des Ausschusses, Direktor Manfred LEPUSCHITZ (Villach), ist in der Zwischenzeit in den Ruhestand getreten. Der Österreichische Städtebund bedankt sich bei ihm an dieser Stelle nochmals sehr herzlich für die geleistete Arbeit und wünscht für den weiteren Lebensweg alles Gute.
Neues Wiener Leichen- und Bestattungsgesetz, Bestattungsanlagenordnung für Wiener städtische Friedhöfe
Am 30. Juni 2004 wurde vom Wiener Gemeinderat die Novellierung des Wiener Leichen- und Bestattungsgesetzes beschlossen. Für Friedhofsbetreiber besonders interessant sind dabei folgende Paragraphen: § 18 (Enterdigungen), §§ 20, 21, 22, 25 (Privatbegräbnisstätten), § 26 (Aufsicht), § 27 (Grabstellenrecht) und § 30 (Leichenasche).
Ebenfalls neu in Kraft getreten ist am 18. September 2004 die Bestattungsanlagenordnung für die Wiener städtischen Friedhöfe, die quasi die „Hausordnung“ für Friedhöfe darstellt. Darin enthalten sind neben den allgemeinen Bestimmungen (z. B. Tarife, Öffnungszeiten etc.) und Ordnungsvorschriften (z. B. Verhalten auf Friedhöfen etc.) auch Definitionen über Arten von Grabstellen, Ausgestaltung von Grabstellen, Benützungsrechte sowie über Bestattungen und Enterdigungen.
Tendenz in Wien zu Privatbegräbnisstätten
In letzter Zeit ist in Wien eine steigende Tendenz zu Privatbegräbnisstätten bemerkbar. In rund 100 Fällen pro Jahr besteht der Wunsch eines Angehörigen, die Leichenasche des Verstorbenen mit nach Hause zu nehmen. Das kann in Einzelfällen aus verschiedenen Gründen zu Problemen führen, da eine Person über die Stätte bestimmt und somit der Freundeskreis vom Besuch am Grab bzw. der Trauerarbeit ausgeschlossen sein kann. Weiters handelt es sich dabei oft um eine kurzfristige und spontane Entscheidung, die nur schwierig wieder rückgängig gemacht werden kann. Außerdem kann es passieren, dass der weitere Verbleib der Urne beim Versterben des Angehörigen möglicher Weise ungeklärt ist.
130 Jahre Wiener Zentralfriedhof
Der Wiener Zentralfriedhof feiert heuer sein 130-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum wird vom 3. Oktober bis 7. November 2004 mit einem umfangreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm entsprechend begangen. In der Friedhofskirche (Jugendstil) werden festliche Messen, klassische Konzerte und Lesungen abgehalten, zu den Ehrengräbern werden Führungen angeboten. Zeitgleich feiert übrigens der Evangelische Friedhof Simmering sein 100-jähriges Bestehen.