Fachausschuss für Öffentlichkeitsarbeit
Fachausschuss für Öffentlichkeitsarbeit
Am 15. März 2004 tagte der Fachausschuss für Öffentlichkeitsarbeit in Wien. Nach der Begrüßung durch Fachausschuss-Vorsitzenden Bürgermeister Dr. Peter KOITS ging Generalsekretär Dkfm. Dr. Erich PRAMBÖCK auf aktuelle Fragen zum Finanzausgleich ein.
Seitens des Bundes habe es im Rahmen des ersten Gesprächs auf Einladung von Finanzstaatssekretär Dr. Finz keinerlei Angebote für eine mögliche Abfederung der zu erwartenden Ausfälle durch die Steuerreform 2004/05 gegeben. Die Länder hätten ein „Angebot an den Bund gerichtet, sich an den Kosten der Steuerreform mit ihrem Anteil am Abgabenertrag von 15% zu beteiligen, nicht jedoch – wie sich derzeit rein rechnerisch ergebe – mit etwa 25%“, stellte Pramböck klar. Pramböck: „Die Kommunen werden einen jährlichen Einnahmenentfall von 400 Millionen Euro verzeichnen.“ Als Ergebnis der Sitzung sei lediglich „eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, um eine einheitliche und unbestrittene Datenbasis zu schaffen“.
Kommunikationskonzept „Wer mehr leistet, muss mehr kriegen“
In der Folge präsentierte Edi KECK von der Agentur Haslinger, Keck das Kommunikationskonzept „Wer mehr leistet, muss mehr kriegen.“ Als Kernpunkt identifizierte Keck in einer ersten Phase zeitgleiche Pressekonferenzen am 18. Mai 2004 um 10 Uhr von Bürgermeistern aus allen Bundesländern unter dem Generalmotto. Vorsitzender Dr. Koits verdeutlichte, dass durch die Kampagne Emotionen geweckt werden müssten. Konkrete Beispiele drohender Einsparungen seien daher zu nennen, so Koits. Für Ende April einigte man sich auf eine Fachausschuss-Sitzung zur Feinabstimmung in Wels.
Dr. Sallmann: E-Government – Status quo und Aktivitäten des Österreichischen Städtebundes
Mag. Dr. Ronald SALLMANN, Verwaltungsberater und Konsulent des Österreichischen Städtebunds in Sachen E-Government, berichtete über Strukturen und Meilensteine elektronischer Verwaltungslösungen. Als Prioritäten der Städte präsentierte Sallmann u. a. Signaturfunktionalitäten, Zugänge zu diversen Registern und E-Payment. Weitere Aktivitäten des Städtebunds seien etwa das Kommunale Kompetenzzentrum E-Government und der Newsletter zum Thema. (Rückfragen: Mag. Dr. Ronald Sallmann, Tel.: +43(0)650/48 48 103, E-Mail: sallmann@public-management.at)
Vorsitzender Bürgermeister Dr. Koits ersuchte im Anschluss das Sekretariat des Österreichischen Städtebundes, Best Practices punkto E-Government künftig zu einem fixen Tagesordnungspunkt der Fachausschuss-Sitzungen zu machen.
Chefredakteur Greifeneder: Erfahrungen aus dem Leitbild-Prozess in Salzburg
Aspekte zur Meinungsbildung zum Thema „Leitbild“ zeichnete Chefredakteur Johannes Greifeneder vom Magistrat der Stadt Salzburg. Das Leitbild der Stadt Salzburg sei in einem mehrjährigen Prozess entstanden. Im Rahmen dieser Maßnahmen konnte die Stadt Salzburg eine Aufgabenreform durchführen, so Greifeneder. Als Voraussetzung skizzierte er eine „starke externe Prozessbegleitung“. Eckpunkte seien eine Umsetzungsstrategie, die Effizienzüberprüfung, eine Analyse der Stärken und Schwächen sowie die Formulierung eines Zielkatalogs. Der Leitbild-Prozess sei innerhalb „des Linienbetriebs nicht zu schaffen“ gewesen.
Mag. Servus: Was erwarten sich RedakteurInnen von ÖffentlichkeitsarbeiterInnen?
Mag. Harald SERVUS, Chefredakteur bei den Niederösterreichischen Nachrichten, referierte zum Ausklang über das Thema „Was erwarten sich Redakteure von Öffentlichkeitsarbeitern?“. Zunächst ging Servus auf den Arbeitsablauf eines typischen Redakteurs einer regionalen Wochenzeitung ein. Als ausschlaggebend für das Leserinteresse identifizierte er die Aspekte Sensation, Emotion, Aktualität und Nützlichkeit.
Besonders nützlich zeigten sich die „10 Gebote im Umgang mit Medien“:
- Keine Lügen
- Keine Interventionen an höherer Stelle
- Der Köder muss dem Fisch schmecken
- Dealen Sie, was das Zeug hält
- Den Journalisten süchtig nach Ihren Informationen machen
- Informelle Gesprächsebene
- Zeitpunkt der Kontaktnahme genau planen
- Auffällig sein
- Journalisten sind auch nur Menschen
- Der Journalist sitzt am längeren Ast