Städtebund: KWG-Wissenschaftspreis 2012 vergeben - Preisverleihung im Rahmen des 4. Symposiums zum Thema „Gemeindekooperationen“

Städtebund: KWG-Wissenschaftspreis 2012 vergeben - Preisverleihung im Rahmen des 4. Symposiums zum Thema „Gemeindekooperationen“

Presseaussendung vom 8.11.2012

Wien (OTS) Im Rahmen des kommunalwissenschaftlichen Symposiums zum Thema „Gemeindekooperationen“ hat die Kommunalwissenschaftliche Gesellschaft (KWG) am 8. November im Innenministerium die Kommunalen Wissenschaftspreise 2012 vergeben. Die diesjährigen Auszeichnungen gehen an die Dissertanten Sebastian Feuchtmüller und Florian Stangl sowie die DiplomandInnen Sabine Hübel, Jörg Kemptner, Michael Eckschlager und Robert Hammerl. „Die Auszeichnung soll Ansporn zur Beschäftigung mit Fragestellungen von besonderer Relevanz für die österreichischen Städte und Gemeinden sein. Wir wollen damit herausragende und innovative Leistungen auf diesem Gebiet anerkennen“, sagte Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes anlässlich der Preisverleihung. Kommunalwissenschaftliches Symposium Das wissenschaftliche Symposion stand heuer ganz im Zeichen des Themas Gemeindekooperationen – die Eröffnungsvorträge behandelten das Thema rechtlich und befassten sich mit den letzten B-VG-Novellen. Anschließend sprach der Rechtswissenschaftler Michael Potacs zum Thema „Artikel 120 B-VG als Instrument der Gemeindekooperation“, in der er Bezug nahm auf das Modell der „Gebietsgemeinde“. Die Einführung der Gebietsgemeinde könnte als zusätzliche Alternative zur Gemeindefusion gesehen werden, so Potacs. Durch die Gebietsgemeinde wäre es möglich, die kommunalen Gebietskörperschaften zu stärken und dennoch eine großflächige Verwaltungsreform umzusetzen. Durch einen Zusammenschluss zu Gebietsgemeinden werden (Orts-)Gemeinden in die Lage versetzt, einerseits zusätzliche Aufgaben zu übernehmen und andererseits trotzdem ihren BürgerInnen eine bürgernahe und effektive Verwaltungsebene anzubieten. Den nach wie vor selbständigen (Orts-)Gemeinden mit selbständigen BürgermeisterInnen und Gemeinderäten verbleibt ein bedeutender Teil ihrer ursprünglichen und unmittelbaren Aufgaben. Dadurch wird die in den Gemeinden vorhandene Bereitschaft zu ehrenamtlichen Mitarbeit nicht beeinträchtigt. Dies ist ein Beitrag, das Vertrauen der BürgerInnen zur Verwaltung, zur Gemeinde und letztlich zum Staat zu erhalten.Im Sinne einer Verfassung, die Städten und Gemeinden gerecht wird, sollte Artikel 120 B-VG nach Meinung von Potacs nicht aufgehoben werden, sondern seine Anwendung vielmehr sichergestellt und erweitert werden, argumentierte Potacs. Die Kommunalwissenschaftliche Gesellschaft (KWG) Die KWG wurde im November 2009 vom Österreichischen Städtebund, dem Österreichischen Gemeindebund und dem Verlag MANZ gegründet. Sie bildet und verwaltet einen kommunal relevanten, interdisziplinären „Pool“ von WissenschafterInnen. Durch diese ExpertInnentätigkeit soll eine Förderung und Steigerung der Leistungen in der wissenschaftlichen Forschung in Bezug auf Kommunen in allen relevanten Wissenschaftsdisziplinen auf internationaler, europäischer, innerstaatlicher und rechtsvergleichender Ebene erwirkt werden. Infos unter www.k-w-g.at Informationen über den Österreichischen Städtebund Der Österreichische Städtebund ist die kommunale Interessenvertretung von insgesamt 246 Städten und größeren Gemeinden. Etwa 65 Prozent der Bevölkerung und 71 Prozent der Arbeitsplätze befinden sich in Österreichs Ballungsräumen. Mitglieder des Städtebundes sind neben Wien und den Landeshauptstädten praktisch alle Gemeinden mit über 10.000 EinwohnerInnen. Die kleinste Mitgliedsgemeinde zählt knapp 1.000 EinwohnerInnen. Die Mitgliedschaft ist freiwillig. Der Österreichische Städtebund ist Gesprächspartner für die Regierung auf Bundes- und Landesebene und ist in der österreichischen Bundesverfassung (Art. 115 Abs.3) ausdrücklich erwähnt. Rückfragehinweis für Medien: Saskia Sautner Mediensprecherin Österreichischer Städtebund Rathaus, A-1082 Wien Telefon: +43(0)1/4000-89990 Fax: +43 (0)1/4000-7135
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