Österreichischer Städtgebund https://www.staedtebund.gv.at/ Pressemeldungen de Österreichischer Städtgebund https://www.staedtebund.gv.at/fileadmin/templates/img/logo.gif https://www.staedtebund.gv.at/ 151 114 Pressemeldungen TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 22 Jun 2022 08:50:33 +0200 Prognose: Gemeindefinanzen bis 2025 https://www.staedtebund.gv.at/presse/presseaussendungen/presseaussendungen-details/artikel/prognose-gemeindefinanzen-bis-2025-1/ Die Gemeindefinanzen sind durch Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Inflation und Bewältigung der... Die Gemeindefinanzen sind durch Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Inflation und Bewältigung der Klimakrise geprägt. So führt das aktuelle Entlastungspaket des Bundes zur Abfederung der Auswirkungen der Inflation bei den Gemeinden zu Mindereinnahmen. Gleichzeitig führen die Inflation sowie Investitionsbedarfe in den Klimaschutz zu Mehrausgaben.

Das KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung hat im Auftrag des Österreichischen Städtebundes eine Prognose zur Entwicklung der Gemeindefinanzen bis zum Jahr 2025 erstellt und darin die aktuellen Entlastungsmaßnahmen des Bundes einbezogen. In diesem Pressegespräch präsentieren wir Ihnen die aktuellen Ergebnisse.

Bitte, merken Sie vor:

Wann: 29. Juni 2022, 11:00 Uhr

Wo: Österreichischer Städtebund, Stiege 5, Hochparterre, Rathaus (Eingang Lichtenfelsgasse), 1082 Wien

Ihre Gesprächspartner*innen:

•          Dr. Thomas Weninger, MLS, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes

•          Mag. Peter Biwald, Geschäftsführer des KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung

•          Dr.in Karoline Mitterer, wissenschaftliche Mitarbeiterin KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung

Wir laden alle Medienvertreterinnen und Medienvertreter herzlich ein und ersuchen um Ihre Anmeldung!(Schluss, 21. Juni 2022)

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Wed, 22 Jun 2022 08:50:33 +0200
Städtebund-Personalmanagement: Städte wollen Best-Practice-Modelle austauschen https://www.staedtebund.gv.at/presse/presseaussendungen/presseaussendungen-details/artikel/staedtebund-personalmanagement-staedte-wollen-best-practice-modelle-austauschen/ Martin Wagner (Stadt Wien) übernimmt Vorsitz im Fachausschuss Personalmanagement Der Fachausschuss Personalmanagement des Österreichischen Städtebundes hat gestern, 9. Juni 2022, im Wiener Rathaus getagt – nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wieder in Präsenz. Zudem hat sich das Präsidium neu konstituiert und besteht nunmehr aus dem neuen Vorsitzenden Martin Wagner, Gruppenleiter Personalorganisation und -entwicklung in der Magistratsdirektion – Geschäftsbereich Personal und Revision der Stadt Wien und Maria Roßböck aus der Stadt Trofaiach (Steiermark) und Doris Burgermeister aus Wiener Neustadt.

Dazu Personalstadtrat Jürgen Czernohorszky und Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger: „Wir freuen uns, dass die Stadt Wien ab jetzt noch stärker im Österreichischen Städtebund verankert ist und wir damit in Zukunft noch besser und enger zusammenarbeiten, gerade im Personalbereich sind die Herausforderungen aktuell sehr groß und im Austausch mit den Städten in ganz Österreich werden wir an guten und praktikablen Lösungen im Personalwesen arbeiten“. Der Fachausschuss wird in Zukunft stärker die Synergien der Städte nutzen, gemeinsam Projekte für Städte und Gemeinden aufsetzen, Best-Practice-Modelle austauschen und vor allem den regelmäßigen Kontakt und Austausch miteinander pflegen, so Weninger weiter.

Die 18 Teilnehmer*innen des gestrigen Fachausschusses widmeten sich in ihrer Tagung naturgemäß dem HR-Management; Ines Hansen aus Köln (KGSt – Verband für kommunales Management) fungierte als Gastvortragende mit einem Input zu „Wie kann man Mitarbeiter*innen professionell binden“. Zudem präsentierte das SORA Institut seine Studie „Gemeinde als Arbeitgeber*in“, die im Auftrag des Österreichischen Städtebundes gemeinsam mit der Stadt Wien und der Daseinsgewerkschaft younion erstellt wurde. Die wichtigsten Ergebnisse: Die Mitarbeiter*innen der Städte und Gemeinden zeigen sich mit „ihren Arbeitgeber*innen zufrieden“ und die Städte stehen im Vergleich zur privaten Wirtschaft „gut da“.

Über den Österreichischen Städtebund

Der Österreichische Städtebund ist die starke Stimme für Städte und Gemeinden in Österreich. Aktuell sind es 259 Mitgliedsgemeinden. Neben der Interessensvertretung seiner Mitgliedsstädte nimmt der Österreichische Städtebund auch die Funktion als Netzwerkplattform wahr und bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.

Weitere Informationen www.staedtebund.gv.at (Schluss, 10.06.2022)

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Fri, 10 Jun 2022 11:13:20 +0200
Städtebund gratuliert Frauenservice Wien https://www.staedtebund.gv.at/presse/presseaussendungen/presseaussendungen-details/artikel/staedtebund-gratuliert-frauenservice-wien/ Seit 30 Jahren innovative Angebote für Frauen „Die Arbeit des Frauenservice Wien kann nicht hoch genug geschätzt werden. Hier bekommen Frauen und Mädchen wertvolle Beratung und Unterstützung in allen Bereichen des Lebens,“ gratuliert Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes dem Frauenservice Wien zum 30 Jahr Jubiläum.

1992 nahm das im Jahr davor im Gemeinderat beschlossene Frauenservice Wien, damals noch unter anderem Namen, seine Arbeit auf. Seit 30 Jahren unterstützt die Dienststelle nun Frauen und Mädchen in ihrem selbstbestimmten Leben.

Inspiration und Ressource für Frauenbüros in ganz Österreich

„Das Frauenservice Wien ist Ressource und Inspiration für die Frauenbüros der anderen Städte, bei vielen Aktionen des Frauenausschusses des Österreichischen Städtebundes ist es treibende Kraft und unterstützende Hand“ so Weninger. Dank dem Frauenservice Wien könne der Österreichische Städtebund viele Services anbieten, so lieferte es etwa Vorlagen für Broschüren wie „Mädchen im Netz“ oder „Sex.Null“ und unterstützte bei den „halbe-halbe“ Taschen, die seit gut einem Jahrzehnt von den österreichischen Frauenbüros verteilt werden. Resolutionen aus dem Frauenausschuss an die Bundesregierung – etwa gegen Gewalt an Frauen oder gegen Schönheits-OPs - hätte es ohne Frauenservice Wien nicht gegeben.

Alle großen Städte bespielen mittlerweile alljährlich den Equal Pay Day und den Equal Pension Day, wobei der Equal Pension Day die Ungerechtigkeit eines Frauenerwerbslebens in seiner ganzen Dramatik spiegelt. Der Equal Pension Day ist in Österreich auf Vorschlag des Frauenservice Wien entstanden und wird seit 2015 von den Mitgliedern des Frauenausschusses des Österreichischen Städtebundes mitgetragen und – auch wiederum mit gemeinsam erstellten Materialien - begangen.

Auch bei der Erstellung des Städtebund-Gleichstellungsindex, der 2022 erstmals für alle österreichischen Gemeinden vom SORA Institut erstellt wurde, hat das Frauenservice Wien maßgeblich unterstützt.

Generalsekretär Weninger abschließend: „Kommunalpolitik ist auch Frauenpolitik! Das Frauenservice Wien treibt die Entwicklung für Frauen und Mädchen nicht nur in Wien, sondern in ganz Österreich voran, dafür danke ich allen Mitarbeiter*innen von Herzen und wünsche weiter so viel Energie für die zukünftige Arbeit!“

Über den Österreichischen Städtebund

Der Österreichische Städtebund ist die starke Stimme für Städte und Gemeinden in Österreich. Aktuell sind es 259 Mitgliedsgemeinden. Neben der Interessensvertretung seiner Mitgliedsstädte nimmt der Österreichische Städtebund auch die Funktion als Netzwerkplattform wahr und bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Vorsitzende des Frauenausschusses ist Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál. www.staedtebund.gv.at (Schluss, 8.06.2022)

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Wed, 08 Jun 2022 09:15:45 +0200
71. Österreichischer Städtetag: Resolution einstimmig beschlossen https://www.staedtebund.gv.at/presse/presseaussendungen/presseaussendungen-details/artikel/71-oesterreichischer-staedtetag-resolution-einstimmig-beschlossen/ Städtebund-Vollversammlung fordert nachhaltige Daseinsvorsorge und krisenfeste Infrastruktur Bei der Vollversammlung unter Vorsitz von Vizepräsidentin Bürgermeisterin LAbg. Elisabeth Blanik, (Lienz) folgten heute, Donnerstag, die statutarischen Beschlüsse, darunter der Beschluss über die „Resolution an den 71. Österreichischen Städtetag“, die die wichtigsten politischen Positionen, insbesondere zum Thema Finanzausgleich, zusammenfasst. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Die Relevanz einer nachhaltigen Daseinsvorsorge und krisenfesten Infrastruktur hat uns zuletzt die COVID-19-Pandemie klar vor Augen geführt. Das Aufgabenspektrum der Städte und Gemeinden reicht von der Wasser-, Energie- und Abfallwirtschaft über Pflege, Betreuung und Bildung bis hin zu öffentlichem Verkehr. Diese Leistungen stellen einen Grundpfeiler für sozialen Zusammenhalt und wirtschaftliche Entwicklung dar. Vor diesem Hintergrund sind laufend Investitionen notwendig – diese garantieren positive Effekte für den Wohlstand und die Beschäftigung und sichern die hohe Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in Österreichs Städten und Gemeinden.

Entwicklungen wie Klimawandel, Digitalisierung sowie demographische Veränderungen machen auch vor Österreichs Städten und Gemeinden nicht halt. Hier gilt es - insbesondere vor dem Hintergrund anstehender FAG-Verhandlungen - rechtliche sowie finanzielle Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Städten und Gemeinden erlauben, die bestehenden öffentlichen Leistungen aufrecht zu erhalten und bedarfsgerecht auszubauen.

Die Forderungen des Österreichischen Städtebundes

  • Insbesondere in den angespannten Bereichen der Pflege und Betreuung sowie der Elementarpädagogik braucht es Reformen sowie Investitionen mit dem Ziel, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen und die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Das dient der Attraktivierung der entsprechenden Berufsfelder. Die Pflegereform des Bundes ist dabei als erster Schritt in die richtige Richtung zu sehen.
  • Der Österreichische Städtebund begrüßt das von der Bundesregierung präsentierte Pflegepaket. Die Finanzierung der darin vorgesehenen Maßnahmen darf nach Auslaufen der zweijährigen Finanzierung des Bundes jedoch nicht zulasten der Städte und Gemeinden gehen.
  • Städte und Gemeinden sind sowohl in finanzieller, personeller als auch in organisatorischer Hinsicht wichtige Akteurinnen im Pflegesystem. Die Interessensvertretungen der Städte und Gemeinden sind daher in die angekündigte „Zielsteuerung Pflege“ mit Sitz und Stimme einzubeziehen.
  • Eine faire Verteilung der finanziellen Mittel zwischen Bund, Ländern und Gemeinden im Finanzausgleich, die Aufgaben wie etwa den Ausbau von Pflege, Kinderbetreuung und öffentlichem Verkehr nachhaltig berücksichtigt.
  • Die Einbindung der Interessensvertretungen der Städte und Gemeinden in sämtliche Reformbestrebungen, die Aufgaben der Kommunen betreffen.
  • Eine Grundsteuerreform, die konsequent umgesetzt wird.
  • Eine am Menschen orientierte Wohlstandspolitik, die sozial Schwächere absichert.

Die Resolution im Wortlaut, weitere Informationen und Livestreams finden Sie unter: www.staedtetag.at

Der 71. Österreichische Städtetag wird morgen, Freitag, 3. Juni, mit einem Referat von Finanzminister Magnus Brunner fortgesetzt.

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Städtetag 2022 Thu, 02 Jun 2022 14:14:42 +0200
71. Österreichischer Städtetag: An Morgen denken https://www.staedtebund.gv.at/presse/presseaussendungen/presseaussendungen-details/artikel/71-oesterreichischer-staedtetag-an-morgen-denken/ Arbeitskreis 4 - über kritische Infrastruktur und Daseinsvorsorge Neu Der 71. Städtetag 2022 in Villach wurde heute, Donnerstag, in vier Arbeitskreisen fortgesetzt. Im Arbeitskreis 4 diskutierte der Grazer Magistratsdirektor Martin Haidvogl mit Peter Biwald (KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung), Gerhard Fida (Wiener Netze), Thomas Kattnig (younion), Heidrun Maier-de Kruijff (VÖWG) und Oliver Rottmann (Universität Leipzig) über Daseinsvorsorge NEU.

Wie wichtig eine nachhaltige Daseinsvorsorge und resiliente Infrastruktur ist, hat uns die COVID-19-Pandemie vor Augen geführt. Die Verhinderung von Engpässen in der Versorgungssicherheit der Wasser-, Energie- und Abfallwirtschaft waren dabei ebenso tragend wie der unermüdliche Einsatz zur Aufrechterhaltung des Gesundheits- und Bildungsbereichs. Welche Leistungen der Daseinsvorsorge werden künftig besonders relevant sein? Vor welchen Herausforderungen stehen Städte und Gemeinden in diesem Bereich?

Oliver ROTTMANN vom Kompetenzzentrum öffentliche Wirtschaft der Universtät Leipzig zeigte Handlungsfelder und Herausforderungen im Bereich Smart City auf und sprach über digitale Plattformen und die Wichtigkeit von Datenhoheit.

Heidrun MAIER-DE KRUIJFF (VÖWG) und Gerhard FIDA (Wiener Netze) gaben einen Einblick in Pandemiemanagement und Vorbereitung auf die Zukunft. „Was es braucht, sind ein Rahmen, ein Bekenntnis zur Daseinsvorsorge und zur Energiewende, nachhaltige Investitionen und digitale Infrastruktur – und natürlich viel Engagement seitens gut ausgebildeter Mitarbeiter*innen.“

Peter Biwald vom KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung betonte die Wichtigkeit einer nachhaltigen Finanzierung der Daseinsvorsorge. Er sprach sich für eine Stärkung der steuerbasierten Einnahmen im künftigen Finanzausgleich, der kommunale Abgabenautonomie und der Nutzerfinanzierung aus. „Wir müssen bestehende Synergien ausschöpfen, durch Strukturreformen, regionale Kooperationen und einer Anpassung von Leistungs- und Qualitätsstandards.“

Thomas KATTNIG (younion) widmete sich der Personalsituation und wies u.a. auf die gefährlich dünne Personaldecke im kommunalen Bereich, besonders bei der Erbringung der Leistungen der Daseinsvorsorge, hin.

So gelang es in der Diskussion, Problemfelder und Lösungsansätze im Bereich der kritischen Infrastruktur aufzuzeigen und konkrete Zukunftsbilder zu diversen Herausforderungen zu entwickeln.

Den Livestream zum Nachsehen sowie weitere Informationen zum Städtetag finden Sie unter: www.staedtetag.at

Der 71. Österreichische Städtetag wird morgen, Freitag, 3. Juni, mit einem Referat von Finanzminister Magnus Brunner fortgesetzt.

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Rückfragehinweis für Medien:

Katharina Kunz, Österreichischer Städtebund
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Florian Weis, Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien
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florian.weis@wien.gv.at

Wolfgang Kofler, Stadt Villach
Tel.: 04242/ 205 1711
wolfgang.kofler@villach.at

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Städtetag 2022 Thu, 02 Jun 2022 12:12:19 +0200
71. Österreichischer Städtetag: Mit Bürger*innenbeteiligung Krisen überwinden https://www.staedtebund.gv.at/presse/presseaussendungen/presseaussendungen-details/artikel/71-oesterreichischer-staedtetag-mit-buergerinnenbeteiligung-krisen-ueberwinden/ Arbeitskreis 3 über Mitmach-Demokratie und Partizipation Der 71. Städtetag 2022 in Villach wurde heute, Donnerstag, in vier Arbeitskreisen fortgesetzt. Im Arbeitskreis 3 wurde diskutiert, wie unsere Demokratie in Zeiten von Politikverdrossenheit und Spaltung wieder mit Leben, vielleicht sogar mit Begeisterung erfüllt werden kann. Politikwissenschaftlerin Tamara Ehs, die Augsburger Stadtdirektorin Melanie Haisch, Bezirksvorsteherin Silvia Jankovic (Wien-Margareten), Michael Lederer (Büro für Freiwilliges Engagement und Beteiligung, Land Vorarlberg) und der Villacher Jugendbeauftragte Martin Mittersteiner sprachen auf dem Podium über die Chancen und Grenzen von Beteiligungsinstrumenten wie Bürger*innenbeiräte, Jugendräte oder partizipative Budgets.

„Hier ist Politik - und ihre Ergebnisse - am nächsten. Die Gemeinde als kleinste politische Einheit stellt für die Bürger*innen die nächstgelegene Möglichkeit dar, Demokratie positiv zu erleben,“ Politikwissenschaftlerin Tamara Ehs strich in ihrer Keynote die Vorteile von Bürger*innenbeteiligung hervor, es gehe um die Stärkung des kommunalen Bewusstseins, die Einbindung von Bürger*innen zwischen den Wahlen und die Entschärfung populistischer Zuspitzung. „Gerade in Krisenzeiten gilt es, die Menschen noch mehr als sonst einzubinden und mit ihnen gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Ob Flüchtlingskrise, Coronakrise oder Klimakrise: All diese Herausforderungen sind nur durch mehr, nicht durch weniger Bürger*innenbeteiligung zu bewältigten.“

Mit dem Jugendrat der Stadt Villach stellte Martin Mittersteiner ein wirksames Beteiligunginstrument vor: In Villach gestalten Jugendliche seit 1996 ihre Stadt erfolgreich mit, alle 2 Jahre wählen in Villach die 14 – 19jährigen 17 Jugendräte, die auch ein Rederecht im Gemeinderecht haben. Durch Beziehungsarbeit gelingt es, auch schwer erreichbare Jugendliche einzubinden. „Jugendliche müssen rasch merken, da passiert etwas. Wenn das gelingt, ist der Nutzen groß, die Jungen fühlen sich ernstgenommen und die Angebote werden viel besser angenommen.“

Die längste Erfahrung mit Bürger*innenräten in Österreich hat Vorarlberg. Michael Lederer vom Büro für Freiwilliges Engagement und Beteiligung berichtete über das Vorarlberger Modell der Beteiligungskultur und seine Wirkung auf unterschiedlichen Ebenen: „Wenn wir positive Veränderungen wollen, müssen wir uns die Zukunft gemeinsam erstreiten und Polarisierung überwinden. Auf komplexe Fragen können wir nur gemeinsam Antworten finden.“

Das Partizipative Budget läuft im Wiener Bezirk Margareten schon seit 2017 als Online-Plattform und stellt, wie Bezirksvorsteherin Silvia Jankovic festhält, einen wichtigen Beitrag zu mehr Transparenz und moderner Verwaltung dar. „Es bezieht auch jene Bürger*innen mit ein, die nicht wählen dürfen und sorgt für mehr Akzeptanz und kreativere Lösungen. Mit Beispielen aus der Bezirkspolitik zeigte Jankovic die größten Herausforderungen und Learnings in diesem Bereich. „Man muss den Menschen zeigen, ihr seid uns wichtig, ihr werdet gehört.“

Dass man einen Bürger*innenrat durchaus auch bei schwierigen Themen einsetzen kann, hat Augsburg mit dem „Bürgerbeirat Corona“ bewiesen, wie Melanie Haisch eindrucksvoll berichtete. Zentral für das Funktionieren sind hierbei Ehrlichkeit und Verbindlichkeit – dann kommt man mit Ideen aus der Bevölkerung auch gut durch die Krise.

In der anschließenden offenen Talkrunde wurden unterschiedliche Formen und Herangehensweisen, Nutzen und Hürden von Beteiligung in der Stadtpolitik diskutiert.

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Städtetag 2022 Thu, 02 Jun 2022 12:02:55 +0200
71. Österreichischer Städtetag: Städte und Gemeinden als Arbeitgeberinnen der Zukunft https://www.staedtebund.gv.at/presse/presseaussendungen/presseaussendungen-details/artikel/71-oesterreichischer-staedtetag-staedte-und-gemeinden-als-arbeitgeberinnen-der-zukunft/ Arbeitskreis 2 diskutierte über Personal im öffentlichen Dienst. Der 71. Städtetag 2022 in Villach wurde heute, Donnerstag, in vier Arbeitskreisen fortgesetzt. Im Arbeitskreis 2 „Wenn wir Schmetterlinge brauchen, dürfen wir die Raupen nicht übersehen“ ging es um eine der wesentlichen Herausforderungen, um in den Kommunalverwaltungen zukunftsfit zu bleiben: das Gewinnen und die Ausbildung von Lehrlingen und jungen Fachkräften.

Nach Keynotes von Robert Frasch (lehrlingspower.at) und Martin Gaedt (Provotainment GmbH, Berlin) diskutierten auf dem Podium Arbeitsminister Martin Kocher (Videobotschaft), der Villacher Magistratsdirektor Christoph Herzeg, Jubin Honarfar (whatchado), Karin Krobath (identifire) und Martin Gaedt. Leider war es der Bundesjugendvertretung nicht möglich, an der Diskussion teilzunehmen.

In seiner Keynote beschrieb Robert Frasch die Lage der Kommunen bei der Mitarbeiter*innenentwicklung als besorgniserregend, bis zum Jahr 2032 würden rund 48% des bestehenden Personals in Pension sein. „Hier ist jetzt die Aufmerksamkeit und vor allem das Engagement der obersten Führungsebene gefragt,“ fordert Frasch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister auf, aktiv zu werden: „Fachkräfte sind Chefsache!“

Der Recruiting-Experte Martin Gaedt vermittelte dem kommunalen Publikum in einem interaktiven Vortrag konkrete, überraschende Ideen, um die Aufmerksamkeit von Jugendlichen und Eltern zu gewinnen. Sein Credo: „Kopf schlägt Kapital – die Attraktivität als Arbeitgeber*in hat wenig mit Geld zu tun.“ Die Mehrheit potentiell passender Kandidat*innen bewerbe sich noch nicht in der öffentlichen Verwaltung, daher gelte es die Strategien, Fragestellungen und Anforderungen grundlegend zu ändern.

Arbeitsminister Martin Kocher betonte in seiner Videobotschaft, wie wichtig es ist, der kommenden Generation die unterschiedlichen Berufsbilder und Möglichkeiten in der Verwaltung aufzuzeigen. „Die Verwaltungen unserer Städte und Gemeinden bieten viele Tätigkeitsfelder, Fortbildungsmöglichkeiten und Vorteile, wie etwa einen sicheren Arbeitsplatz. Als Arbeits- und Wirtschaftsminister werde ich mich auch künftig dafür einsetzen, das Modell ‚Lehre‘ im privaten wie im öffentlichen Bereich weiterzuentwickeln und zu fördern.“

Gestalten statt verwalten

In der anschließenden Diskussion ging es um Ideen und Anregungen aus dem Employer Branding, es herrschte Einigkeit über die Relevanz gut ausgestatteter Personalabteilungen. Jubin Honarfar rief dazu auf, über den Tellerrand zu blicken, zu schauen, was andere machen und auch die Rahmenbedingungen zu verändern. Karin Krobath appellierte, dabei nicht nur Arbeitszeiten zu verkürzen, sondern das „Why“ in den Vordergrund zu stellen. „Man kommt zusammen, weil man gemeinsam etwas schaffen will.“ Der Villacher Magistratsdirektor Christoph Herzeg stellte die 4-Tage-Woche im Magistrat vor und betonte die Stärken, die Österreichs Städte im Employer Branding nutzen können: „Villach setzt bereits viele Maßnahmen, um attraktivste Arbeitgeberin in Kärnten zu werden. Mit moderner Personalarbeit, flexiblen Arbeitsbedingungen und wenn es darum geht, sinnstiftende Arbeit zu bieten, können sich Städte und Gemeinden durchaus mit der Wirtschaft messen.“

Der Österreichische Städtebund bietet mit seinem Netzwerk „Personal und Ausbildung“ Personalverantwortlichen laufende Unterstützung und Zugang zu Know-How für die tägliche Arbeit. Mehr Informationen: www.staedtebund.gv.at/ausbildung

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Der 71. Österreichische Städtetag wird morgen, Freitag, 3. Juni, mit einem Referat von Finanzminister Magnus Brunner fortgesetzt.

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Städtetag 2022 Thu, 02 Jun 2022 11:46:12 +0200
71. Städtetag: Was machen erfolgreiche Innenstädte anders? https://www.staedtebund.gv.at/presse/presseaussendungen/presseaussendungen-details/artikel/71-staedtetag-was-machen-erfolgreiche-innenstaedte-anders-1/ Arbeitskreis 1 - Strategien und Erfolgsprojekte zu Innenstadtbelebung Der 71. Österreichische Städtetag wurde heute mit vier Arbeitskreisen fortgesetzt, der Arbeitskreis zur Attraktivierung der Innenstadt fand besonders großes Interesse.

Im Zentrum stand die Frage, welche Strategien und Projekte zu möglichst langfristigem Erfolg führen. Auf der Suche nach den guten Beispielen wurde man quer durch Österreich fündig: Landtagsabgeordnete Bürgermeisterin Karin Suchan-Mayr (St. Valentin/NÖ), Günther Albel (Villach, Ktn.), Bernhard Zwielehner (Ried im Innkreis, OÖ) und Peter Koch (Bruck/Mur, Stmk.) gaben einen Überblick über aktuelle Projekte in ihren Städten.

Bgm. Günther Albel schätzt in Villach die Zusammenarbeit mit dem neu eingeführten Bürger*innenbeirat und einen laufenden Austausch mit allen Akteursgruppen wie Wirtschaft und Vereine. Abgesehen von einem initialen  Einkaufszentren-Widmungsstopp, wurden Maßnahmen aus diesem Austausch umgesetzt, um das bereits attraktive Stadtzentrum weiterhin lebens- und besuchenswert zu erhalten. „Die Stadt ist in einem ständigen Wandel, gleichzeitig stehen Innenstädte mittlerweile in einem globalen Wettbewerb. Wir müssen die Bevölkerung immer mitnehmen und dürfen uns nicht auf ersten Erfolgen ausruhen. Unser Ziel ist, die Innenstadt zu Österreichs größtem und schönstem Wohnzimmer zu machen.“ Die Leerstandsquote im Zentrum konnte in den letzten Jahren jedenfalls bereits drastisch gesenkt werden, an leistbarem Wohnen in der Innenstadt wird ebenfalls von Seiten der Politik gearbeitet.

Über das Erfolgsprojekt „Gießerei. Haus der Nachhaltigkeit“ berichtete Bgm. Bernhard Zwielehner (Ried i.I.). Die ehemalige Zinngießerei gilt als Vorzeigeprojekt für gelungene nachhaltige Sanierung und bietet heute Platz für ein Café mit regionalen Bio-Zutaten, Geschäftsflächen, Co-Working-Spaces, einen Marktplatz und ausreichend Raum für Veranstaltungen. Zudem wurde in Ried die Stadtentwicklung wieder als wichtiges Politikfeld erkannt, das man sich als Asset zurückholt, um dann gemeinsam mit den BürgerInnen an Themen zu arbeiten. Von Bund und Land wünscht er sich kein Geld, sondern „kumuliertes Know-How“, zum Beispiel im Bereich der innovativen, nachhaltigen Mobilität.

Die Stadt als Wohnzimmer begleitet auch die Innenstadtprozesse in anderen Städten: Landtagsabgeordnete Bgm.in Karin Suchan-Mayr steht zwar erst am Beginn von Umsetzungsprojekten, jedoch hat St. Valentin mit dem „Rahmenplan St. Valentin“ bereits eine solide Grundlage für eine gelungene Innenstadtentwicklung und vor allem eine Expertise, die die Politik dabei unterstützt, ihre Vision in Verhandlungen mit Privaten auf den Boden zu bringen. Mit der Neugestaltung des Franz-Forster-Platzes kann die Bürgermeisterin auf einen ersten Erfolg verweisen, der von den Bürger*innen bereits angenommen und „eingenommen“ wird.

Bürgermeister Peter Koch (Bruck/Mur) sorgte zuletzt mit der Ansage, mit vier steirischen Partnerstädten (Knittelfeld, Leibnitz, Trofaiach & Weiz) an der Initiative Zukunft:Stadt arbeiten zu wollen, für Aufsehen. Die fünf Ortschefs wollen gemeinsam ihre Zentren beleben und zukunftsorientierte und nachhaltige Stadtentwicklungskonzepte erarbeiten. In seiner Stadt ist ihm die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung besonders wichtig und gemeinsam hat man die Projekte „Schifflände“ und „Schlossberg“ bereits erfolgreich umgesetzt. „Die Zeit der großen Einkaufszentren ist vorbei“, lautet außerdem seine Einschätzung. „Die innovative Nachnutzung unserer historischen Bausubstanz ist unser großes Thema.“

Integrierte Stadtentwicklung – Erfolgsprojekte aus Deutschland

„Durch die Pandemie wurde der Wandlungsdruck auf die Innenstädte erhöht und enorm beschleunigt,“ bestätigte Silvia Kuttruff, Leiterin der Wirtschaftsförderung Nürnberg. Mit der „Nürnberger City Werkstatt“ hat die Stadt es sich zur Aufgabe gemacht, unter dem Motto „Einfach Machen“ Innenstadtakteur*innen in ihren Umsetzungsprojekten zu unterstützen. Die Stadt ist dabei „Ermöglicherin“ – die Akteur*innen sind selbst aktiv und auch verantwortlich für die Umsetzung. Das Modell ist auch für kleinere Städte anwendbar.

Über das Potential von Leerständen sprach Hannes Lindner, Geschäftsführer der Beratungsfirma Standort und Markt. „Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass Geschäfte das Allheilmittel zur Belebung der Innenstädte sind", so Lindner. Mindestens genauso wichtig seien leistbare Wohnungen, Ämter, Schulen und Kindergärten. Neben einer kritischen Menge an Shopflächen brauche es wieder mehr "Begegnung ohne Geldbörsel", also konsumfreie Zonen, in denen sich die Menschen treffen können.“ Er sieht Krisen als Wellenbewegungen und glaubt weiterhin daran, dass die Städte im stationären Handel auch zukünftig pulsieren werden. Dabei verwies er auf die wichtige Rolle der vor Ort wirkenden Stadt- und Standortmanager*innen und deren Netzwerk an Akteur*innen.

Einer von diesen, Oskar Januschke, in der Stadt Lienz für Standortentwicklung zuständig, berichtete über das integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Dieses gilt als Voraussetzung für bestimmte neue Innenstadtförderungen von Bund & Ländern, aber auch als Garant für Kohärenz in der Entwicklung von Innenstädten. Die neue Tiroler Leerstandsabgabe wird ihre Wirkung erst auf lange Sicht zeigen, wichtig sind aber gerade auch zivilrechtliche Rahmenbedingungen, die eine Ansiedlung von Geschäften - zum Beispiel zum Ausschluss von Konkurrenzen – oftmals unterbinden. Auch er sieht aber eine Renaissance anderer städtischer Nutzungen, die bereits verdrängt waren, wie urbane, vertikale Produktion (vgl. Manner in Wien) oder Manufakturen im Kommen und einen gesunden Nutzungsmix in der Innenstadt unerlässlich. Im Rahmen von ISEK 4 bauen sich Lienz, Spittal, Hermagor und Bruneck inhaltlich für die kommenden Städteförderungen gut auf und nehmen erstmals in Österreich in einer weiteren Perspektive den „Süd Alpen Raum“ als Betrachtungs- und Gestaltungsebene mit.

Beatrice Bednar (Die Viertelagentur) stellte die relativ junge Initiative Kardinalviertel in Klagenfurt vor und sprach über ihre Rolle als Viertelmanagerin sowie die Bedeutung von Kunst und Kultur zur Belebung des öffentlichen Raumes. Auch die Viertelagentur soll als „Ermöglicherin“ dienen und sieht sich daher weniger als „Kümmererin“, sondern baut auf die Eigeninitiative von Unternehmer*innen, Künsterler*innen und Bevölkerung. Bednar betont: „Es braucht dafür Experimentierräume und die Möglichkeit aus Fehlern zu lernen.“ Als Herausforderung sieht sie den Umgang mit Privateigentum und eine wirksame Motivation und Instrumente. Das Podium ist sich einig, dass Investor*innengespräche hier alternativlos sind und allgemein ein Bürger*innenstolz auf die eigene Stadt und damit die Aktivierung der endogenen Kräfte gemeinsam mit einer geschlossen agierenden Stadtpolitik der Motor hinter einer erfolgreichen Innenstadtentwicklung sind.

So gelang es in diesem Arbeitskreis anschaulich, einen Überblick über aktuelle Strategien & Konzepte, Projekte & Aktivitäten für die Belebung von Innenstädten und die Möglichkeiten der Leerstandaktivierung zu geben.

Den Livestream zum Nachsehen sowie weitere Informationen zum Städtetag finden Sie unter: www.staedtetag.at

Der 71. Österreichische Städtetag wird morgen, Freitag, 3. Juni, mit einem Referat von Finanzminister Magnus Brunner fortgesetzt.

Laufend aktuelle Fotos (Copyright Markus Wache/Städtebund) zum Download:

https://www.picdrop.de/markuswache/Staedtetag_2022

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Weitere Informationen: www.staedtebund.gv.at

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Städtetag 2022 Thu, 02 Jun 2022 11:42:00 +0200
Bundespräsident Van der Bellen eröffnete 71. Städtetag https://www.staedtebund.gv.at/presse/presseaussendungen/presseaussendungen-details/artikel/bundespraesident-van-der-bellen-eroeffnete-71-staedtetag/ Van der Bellen, Kaiser und Ludwig eröffneten 71. Österreichischen Städtetag in Villach Unter dem Motto „Villach grenzenlos – die Welt in einer Stadt“ begrüßte Bürgermeister Günther Albel bei der Eröffnung des 71. Österreichischen Städtetages mehr als 1.000 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. „Villach ist in den vergangenen Jahren größer, weltoffener und moderner geworden, dank der vielen Investitionen in den High-Tech-Standort. Villach ist aber liebeswert geblieben und grenzenlos lebenswert.“, so Bürgermeister Günther Albel. „Ich freue mich, Villach als Gastgeber einem Publikum aus ganz Österreich näherbringen zu dürfen.“

Nach zwei pandemiebedingt sehr belastenden Jahren bekräftigte Städtebund-Präsident Michael Ludwig die Forderungen nach finanzieller Absicherung der Städte und Gemeinden und sprach direkt die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister an: „Mein Dank geht an Sie und all die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Städten, die mitgeholfen haben, in dieser herausfordernden Zeit die Städte und die soziale Infrastruktur am Laufen zu halten!“

Der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser betonte die Notwendigkeit einer eng abgestimmten Politik zwischen Gemeinden, Ländern, Bund und europäischen Institutionen. „Gerade in der Frage der Teuerungen müssen wir gemeinsam klare Akzente setzen und Entlastung und Hilfestellungen vorantreiben. Wir schaffen diese schwierige Periode nur gemeinsam und nicht alleine!“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen sprach in seiner Eröffnungsrede die Stadt von morgen an. „Es geht um uns Menschen und die Frage, wie wir zusammenleben wollen. Wie wir Lebensräume für uns gestalten ohne Tiere und Pflanzen einzuschränken. Wie wir nachhaltig Strom und Wärme produzieren, kulturelles Leben zum Blühen bringen und die Jugend für Forschung und Innovation begeistern.“

In Zeiten von simultanen Krisen lobte Bundespräsident Van der Bellen die Leistungen der Kommunen. „Sorgen und Ängste sind gestiegen, aber Städte und Gemeinden sind ein Hort der Zufriedenheit. Es tut sich viel im urbanen Bereich. Mit jedem Photovoltaikdach, mit jeder E-Tankstelle, mit jedem Quadratmeter, der nicht versiegelt ist, halten die Städte und Gemeinden das Werkl am Laufen. So wird aus der Stadt von morgen eine reale Stadt von heute.“

Weitere Termine am 71. Städtetag in Villach

Donnerstag, 2. Juni 2022

Der Städtetag wird in vier Arbeitskreisen fortgesetzt: Was machen erfolgreiche Innenstädte (jetzt) anders? (AK1), Fachkräfte: Wenn wir Schmetterlinge brauchen, dürfen wir die Raupen nicht übersehen (AK2), Mitmach-Demokratie - mit BürgerInnenbeteiligung Spaltungen verhindern/überwinden (AK3) und Daseinsvorsorge Neu und Kritische Infrastruktur (AK4)

Freitag, 3. Juni 2022

Abschlussplenum mit Kurzberichten aus den Arbeitskreisen, Rede von Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger und Referat zu finanzpolitischen Fragen von Finanzminister Magnus Brunner

Das genaue Programm, weitere Informationen und Livestreams finden Sie unter: www.staedtetag.at

Laufend aktuelle Fotos (Copyright Markus Wache/Städtebund) zum Download:

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Weitere Informationen: www.staedtebund.gv.at

Rückfragehinweis für Medien:

Katharina Kunz, Österreichischer Städtebund
Tel.: 0676 8118 89983
katharina.kunz@staedtebund.gv.at

Florian Weis, Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien
Tel.: 0676 8118 81255
florian.weis@wien.gv.at

Wolfgang Kofler, Stadt Villach
Tel.: 04242/ 205 1711
wolfgang.kofler@villach.at

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Städtetag 2022 Wed, 01 Jun 2022 18:43:58 +0200
SORA-Städtebarometer 2022 und Vorschau 71. Österreichischer Städtetag in Villach https://www.staedtebund.gv.at/presse/presseaussendungen/presseaussendungen-details/artikel/sora-staedtebarometer-2022-und-vorschau-71-oesterreichischer-staedtetag-in-villach/ SORA-Städtebarometer 2022 und Vorschau 71. Österreichischer Städtetag in Villach Als Vorschau... SORA-Städtebarometer 2022

und Vorschau 71. Österreichischer Städtetag in Villach

Als Vorschau auf den 71. Österreichischen Städtetag (1.-3. Juni in Villach) gaben heute Städtebund-Präsident Michael Ludwig und Generalsekretär Thomas Weninger Details zum Programm bekannt und präsentierten gemeinsam mit Günther Ogris, Geschäftsführer des SORA – Institute for Social Research die aktuellen Ergebnisse des „Städtebarometer 2022“.
Das SORA- Städtebarometer ist eine repräsentative Umfrage zum Thema Lebensqualität und kommunale Dienstleistungen im Auftrag des Österreichischen Städtebundes, die seit 2009 regelmäßig durch SORA – Institute for Social Research durchgeführt wird. 2022 gab es zusätzliche Fragen zur Corona-Pandemie, Zukunftsthemen und den Folgen des Ukraine-Kriegs.
„Auch im Schatten der aktuellen Krisen sind die Zufriedenheit und das Vertrauen in die Leistungen der Städte und Gemeinden enorm hoch. Diese Leistungen bei ständig neu dazukommenden Herausforderungen auf hohem Niveau zu erhalten und für alle Bevölkerungsgruppen verfügbar zu machen, ist ein gewichtiger Auftrag an die politische Ebene,“, sagte Michael Ludwig, Präsident des Österreichischen Städtebundes, heute im Wiener Rathaus.

Städte sind krisenfest, zuverlässig, sauber und freundlich

Die Lebensqualität am Wohnort wird von den Stadtbewohner*innen konstant wertgeschätzt. Fast 9 von 10 Befragten (88 %) geben an, dass ihre Wohngemeinde eine hohe Lebensqualität bietet. In Bezug auf die eigene Lebenssituation zeigt sich hingegen ein leichter Rückgang: Insbesondere die jüngeren Altersgruppen sind mit den Sozialkontakten, aber auch mit der hauptsächlichen Tätigkeit weniger zufrieden als noch 2020.

Die Zufriedenheit mit den städtischen Dienstleistungen ist stabil: mehr als 8 von 10 Befragten sind mit der Trinkwasserversorgung (90 %), der Müllentsorgung (87 %) sowie der Nahversorgung im Wohngebiet (84 %) zufrieden bzw. sehr zufrieden. Im Bereich der öffentlichen Infrastruktur schätzen fast 8 von 10 Befragten die Angebote für Fußgänger*innen (79 %) sowie Grünflächen und Naherholungsgebieten (78 %), gefolgt von Gesundheitseinrichtungen (75 %). 7 von 10 Befragten erleben die eigene Wohngemeinde als sauber (76 %), kinderfreundlich (76 %), seniorenfreundlich (73 %), frauenfreundlich und weltoffen (jeweils 71 Prozent).

Schwerpunkt Pandemie – Städte haben die Krise gut gemeistert

Die Corona-Pandemie hatte deutliche Auswirkungen auf die Menschen in Österreichs Städten: 38 % berichten von einer Verschlechterung der finanziellen Situation, für 4 von 10 (42 %) hat sich die psychische Gesundheit verschlechtert. Nicht nur die eigene Situation leidet unter der Pandemie: rund ein Drittel Stadtbewohner*innen hat auch den Eindruck, dass der soziale Zusammenhalt in ihrem Ort zurückgegangen ist.
Trotz dieser Verschlechterungen haben Städte die Pandemie vergleichsweise am besten gemeistert: mehr als die Hälfte der Stadtbewohner*innen (53 %) ist zufrieden mit dem Corona-Management in ihrem Wohnort, hingegen stellen nur 46 % ihrer Landesregierung und nur 35 % der Bundesregierung ein gutes Zeugnis für die Pandemie-Bewältigung aus.
Am besten organisiert waren laut Stadtbewohner*innen die Anlaufstellen für Corona-Tests - damit sind fast 9 von 10 Befragten (86 %) sehr bzw. ziemlich zufrieden, gefolgt von den Möglichkeiten, sich im Wohnort gegen das Virus impfen zu lassen (84 %).
Vergleicht man die Zufriedenheit nach Gemeindegröße, liegt die Bundeshauptstadt vorne. 58 % der Wiener*innen sind mit dem Corona-Management sehr bzw. ziemlich zufrieden. Dazu stellen 90 % der Menschen in Wien ihrer Stadt ein positives Zeugnis über die Möglichkeiten zum Impfen aus und 89 % über die Testmöglichkeiten.

Schwerpunkt Zukunftsfragen und Geflüchtete aus der Ukraine

Angesichts der Krisen sowie der Preissteigerung wurde gefragt, welche Themen für die Politik jetzt höchste Priorität haben. Dabei erachten 86 % der Befragten die steigenden Energiekosten und 82 % den Kampf gegen hohe Wohnkosten und für qualitativ hochwertigen Wohnraum als dringend. Top-Priorität haben für 8 von 10 Befragten die Teuerung von Lebensmitteln und Initiativen für die psychische Gesundheit von Kindern.
Steigende Kosten für Energie und Lebensmittel sind nicht zuletzt eine Folge des Kriegs in der Ukraine, durch den auch in Österreich Schutzsuchende eintreffen. 9 von 10 Stadtbewohner*innen sind dabei von der guten Arbeit ehrenamtlicher Helfer*innen überzeugt, 86 % bewerten die Arbeit von Hilfsorganisationen und 85 % die Hilfe der Kommunen als sehr bzw. ziemlich gut.

Ausblick auf den Städtetag in Villach

Die steigenden Herausforderungen an die Kommunen sind auch Thema beim 71. Österreichischen Städtetag, der von 1.-3. Juni in Villach in Kärnten stattfindet. Der Österreichische Städtetag ist die jährliche Generalversammlung des Österreichischen Städtebundes und seiner 259 Mitglieder. Mehr als 1.000 Bürgermeister*innen, kommunale Vertreter*innen und Entscheidungsträger*innen aus ganz Österreich sowie europäische Vertreter*innen werden in der Draustadt Villach, dem High-Tech-Standort in der Alpen-Adria-Region, erwartet.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird den Städtetag am 1. Juni feierlich eröffnen, danach stellen sich Innenminister Gerhard Karner, Landeshauptmann Peter Kaiser, Städtebundpräsident Michael Ludwig und Gemeindebundpräsident Alfred Riedl und der Villacher Bürgermeister Günther Albel in einem Polittalk aktuellen Fragen.

Am 2. Juni wird der Städtetag mit vier Arbeitskreisen zu den Themen Fachkräfte und Personal, Innenstadtentwicklung, Mitmach-Demokratie und kritische Infrastruktur fortgesetzt.

Am 3. Juni referiert Finanzminister Magnus Brunner zu wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen.

Mehr Informationen zum Programm unter: www.staedtetag.at
 

Rückfragehinweise für Medien:

Katharina Kunz
Österreichischer Städtebund Kommunikation
Tel.: 0676 8118 89983
katharina.kunz@staedtebund.gv.at

Paul Weis
Mediensprecher Bürgermeister Ludwig
Tel.: +43 1 4000 81846 
paul.weis@wien.gv.at

 

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Mon, 30 May 2022 10:01:49 +0200