Offene Jugendarbeit in der Kommune

Offene Jugendarbeit in der Kommune

Was können Städte und Gemeinden dazu beitragen, Jugendliche an sich zu binden und ihnen Begegnungs- und Gestaltungsorte anzubieten?

 

bOJA, das bundesweite Netzwerk Offene Jugendarbeit vertritt über 630 Jugendzentren und die Mobile Jugendarbeit in Österreich. Im Rahmen eines mehrjährigen Projekts wurden 7 Schritte erarbeitet, die eine Kommune setzen muss, um ihren Jugendlichen professionelle Jugendarbeit zu ermöglichen.

Studien zeigen, dass neben „harten“ Faktoren wie Mobilität, Wohnraum, Ausbildungs- und Arbeitsplatzangeboten auch sogenannte „weiche“ Faktoren eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht in einer Kommune oder Region zu bleiben, abzuwandern oder auch nur zu pendeln. Konkret geht es dabei darum, ob Jugendlichen das Gefühl vermittelt wird, dass sich die Kommune für sie interessiert, ihnen Angebote und Möglichkeiten zur Verfügung stellt, sie einbindet und an politischen Entscheidungen beteiligt – oder eben nicht. Offene Jugendarbeit trägt entscheidend dazu bei, diesem „weichen Standortfaktor“ in der Kommune ein Stück näher zu kommen.

Offene Jugendarbeit gestaltet positive Rahmenbedingungen für eine jugendfreundliche Gemeinde und ist damit eine Querschnittsaufgabe in den Städten und Gemeinden und ein wichtiger „weicher Standortfaktor“ für zukunftsfähige Kommunen. Die Beteiligung junger Menschen an Gestaltungsprozessen, die Unterstützung ihrer Selbstorganisationsfähigkeit und der Artikulation ihrer Interessen in unterschiedlichen Zusammenhängen stellt eines der wichtigsten Handlungsfelder in der Offenen Jugendarbeit dar.

Der entwickelte Leitfaden zur Gründung von Jugendräumen, Jugendzentren und/oder mobilen Angeboten in Gemeinden und Städten soll den jugendpolitisch Verantwortlichen eine Anregung bieten Angebote der Offenen Jugendarbeit in ihren Kommunen zu installieren und damit eine wichtige Investition in die Jugend in ihrer Kommune zu leisten. Der Leitfaden wurde finanziert vom Bundeskanzleramt (Jugend und Familien) und dem Land Burgenland und ist auf www.boja.at abrufbar.

Leitfaden bOJA GLF2,64 MB

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