Tagung „Stadt und Land in die Zukunft denken“ - Kommunale Antworten auf globale Herausforderungen

Tagung „Stadt und Land in die Zukunft denken“ - Kommunale Antworten auf globale Herausforderungen

C: BMNT/Paul Gruber

 

Am 9. April 2019 fand in den Linzer Redoutensälen die Tagung „Stadt und Land in die Zukunft denken“ statt. Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT), der Österreichische Städtebund, der Österreichische Gemeindebund und das Land Oberösterreich waren sich einig, dass Österreichs Gemeinden und Städte die Nachhaltigkeitsziele der „Agenda 2030“ für sich nutzen und damit globale Verantwortung leben können.

„Österreich hat sich im Jahr 2015 verpflichtet, die Agenda 2030 der Vereinten Nationen bestmöglich umzusetzen. In den Rankings zur Umsetzung sind wir mit Platz 8 unter allen UN-Mitgliedsstaaten bzw. Platz 5 auf EU-Ebene bereits jetzt hervorragend positioniert – und haben den Anspruch, uns weiter zu verbessern. Im Nachhaltigkeitsministerium haben wir mit unserer #mission2030, der österreichischen Klima- und Energiestrategie, der Bioökonomiestrategie, dem Masterplan Ländlicher Raum und dem Plan T, einen Beginn gemacht und zeigen auf, wie die Nachhaltigkeit in allen Dimensionen unsere zukünftige Politik bestimmt. Aktuell arbeiten wir intensiv an einem SDG-Aktionsplan, um in allen Zuständigkeitsbereichen des BMNT weitere Akzente zu setzen. Dazu ist es wichtig, Gemeinden und Städte bei der Entwicklung von Strategien auf Augenhöhe“, sagt Bundesministerin Elisabeth Köstinger.

Agenda 2030 und Lokale Agenda 21

Alle 193 UN-Staaten verpflichteten sich 2015 zur Umsetzung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 mit ihren 169 Unterzielen. Damit diese Umsetzung Wirkung zeigt, muss die nachhaltige Entwicklung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene stattfinden. Auf lokaler Ebene kommt dabei den Gemeinden und Städten eine wesentliche Rolle zu. Sie sind zugleich Orte und Impulsgeber für eine integrierte nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene.

Mit dem Programm der Lokalen Agenda 21 gibt es ein ideales Instrument zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen auf lokaler Ebene. In Österreich haben bereits 500 Gemeinden, Städte und Regionen einen Prozess zur Lokalen Agenda 21 begonnen.

Die weltweite Agenda 2030 in Oberösterreich

150 Gemeinden (etwa ein Drittel der oberösterreichischen Gemeinden) setzen bereits Agenda 21-Prozesse unter aktiver Einbindung ihrer Bürger und Bürgerinnen um. Mehr als 15.000 engagierte Mitwirkende haben dabei in den letzten Jahren über 1.500 konkrete Nachhaltigkeitsprojekte umgesetzt. Die oberösterreichische Landeshauptmannstellvertreterin Christine Haberlander erläutert: „Agenda 2030 ist der Auftrag, die Menschen an der Zukunftsgestaltung aktiv zu beteiligen und ihre Eigeninitiative zu stärken. Mir ist dabei die Einbindung der Kinder und der Frauen ein besonderes Anliegen: der Kinder, weil vor allem sie in der künftigen Welt leben werden, und der Frauen, weil ihre Gestaltungskraft wesentlich für eine attraktive Zukunft unseres Landes und seiner Gemeinden ist.“

Die Gemeinden sind dabei zentrale Partner, die gemeinsam mit den Menschen vor Ort konkrete Schritte für eine gute Zukunft setzen. Dabei steht ihnen eine Reihe von Instrumenten zur Verfügung, wobei das Programm „Agenda 21 in Gemeinden und Regionen“ den Kern für die lokale Umsetzung der Agenda 2030 bildet.

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