Wie Sharing und neue Mobilitätsservices die Zukunft der Mobilität in österreichischen Städten verändern

Wie Sharing und neue Mobilitätsservices die Zukunft der Mobilität in österreichischen Städten verändern

Im Rahmen des 109. Verkehrsausschusses des österreichischen Städtebundes am 12.11. wurde ein Schwerpunkt auf die Themen Sharing und neue Mobilitätsservices gelegt. Der eigens dafür von AustriaTech entwickelte Workshop bot die Gelegenheit, wichtige Fragen zu Sharing und neuen Mobilitätsservices mit Anbietern, anderen StädtevertreterInnen sowie Forschungsprojekten in diesen Bereichen zu diskutieren.

Wien, 18.11.2019. In Zeiten eines weltweiten Umbruchs durch Klimawandel, zunehmende Globalisierung, steigende Bevölkerungszahlen sowie durch verstärkte Urbanisierung, gilt es, Mobilität neu zu denken und Verkehrssysteme zukunftsfit zu machen. Aufgrund der vermehrten Nachfrage nach flexibler und individualisierter Mobilität sind alternative Konzepte wie zum Beispiel Sharing Systeme besonders gefordert. „Wir sehen in Sharing und neuen Mobilitätsservices wichtige Mosaiksteine für die Mobilität der Zukunft. Es ist daher ausschlaggebend, bereits jetzt zu testen, inwieweit diese neuen Mobilitätsservices tatsächlich ihren Beitrag zu Dekarbonisierung in Städten leisten können.“, erklärt Walter Schneider, Leiter der Businessunit Mobilitätsinnovationen bei AustriaTech. Potenziell ermöglichen diese Konzepte eine nachhaltigere und inklusive Mobilität. Sie bieten Alternativen zu steigenden Motorisierungsgraden und damit verbundenem Flächenverbrauch von parkenden Fahrzeugen im öffentlichen Raum.

Gemeinsam Erfahrungen sammeln

Ziel des Workshops war es, Wissen zu vermitteln und die unterschiedlichen Stakeholdergruppen in Dialog treten zu lassen, um Herausforderungen des Zusammenarbeitens ansprechen und gemeinsam Lösungsansätze im Bereich Sharing und neuen Mobilitätsservices entwickeln zu können. „Die stadtregionale Ebene gewinnt in diesem Bereich an Bedeutung. Wir als Städtebund beobachten diese Entwicklung und wollen aktiv an deren Einbindung in ein zukünftiges Mobilitätssystem mitwirken. Darum sind wir um einen langfristigen Austausch und offenen Dialog bemüht,“ sagte dazu Martin Ruepp, Vizebürgermeister der Stadt Dornbirn und Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Österreichischen Städtebundes. Die rund 35 VertreterInnen aus Städten und von Serviceanbietern tauschten sich über konkrete Kooperationsmöglichkeiten zwischen Städten und Anbieter zum Pilotieren und Testen neuer Mobilitätslösungen aus und wie Anbieter Städte dabei unterstützen können, ihre Mobilitätsziele zu erreichen. Themen, wie das organische Testen und das Schaffen einheitlicher Rahmenbedingungen standen dabei im Mittelpunkt der Diskussionen. Ebenso waren sich die Stakeholder einig, dass neue Möglichkeiten geschaffen werden müssen, die BürgerInnen gut abzuholen, zu informieren und auch entsprechend auf neue Mobilitätsformen und -angebote vorzubereiten.

Herausforderungen offen begegnen

Neue Mobilitätsservices sollen nicht in direkte Konkurrenz zu bestehenden Angeboten oder der aktiven Mobilität treten, sondern diese sinnvoll ergänzen. Ob per Scooter, Moped oder Auto, das Teilen von Fahrzeugen benötigt klare Regeln für alle Beteiligte, und das schließt die NutzerInnen genauso wie die Städte und Betreiber mit ein. AustriaTech konzipierte den Workshop basierend auf ihrer langjährigen Erfahrung in der Begleitung der Themen urbane Mobilität und neue Mobilitätsformen. Im Mittelpunkt stand die Vernetzung der Teilnehmenden und der Abbau von Barrieren. Die Vielzahl an zurzeit existierenden Betriebs-Modellen im Bereichen Sharing, aber auch die hohe Anzahl an Anbietern stellen österreichische Städte unter anderem vor Herausforderungen. Rechtliche Rahmenbedingungen müssen zum Teil noch geschaffen werden. Die Erkenntnisse, wie diese Services nachhaltig und nutzbringend eingesetzt werden können, liegen verteilt bei den Städten und Anbietern. Um die noch fehlende Erfahrung im Umgang mit diese neuen Mobilitätsformen bestmöglich überbrücken und etwaige Wissenslücken schließen zu können, muss ein regenmäßiger Austausch gefördert und gemeinsames Lernen und Testen angestrebt werden.

Weiterführende Informationen:

Weitere Publikationen der AustriaTech zu diesem Thema finden Sie unter www.austriatech.at/downloads

Rückfragehinweis:
AustriaTech GmbH
Katharina Schüller, MA
Head of Communications & Public Relations
+43 1 26 33 444 48
katharina.schueller###austriatech###at
www.austriatech.at

Österreichischer Städtebund
Mag.a Saskia Sautner, Kommunikation
+43 1 4000 89990
Saskia.sautner###staedtebund.gv###at
Staedtebund.gv.at

 

 

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